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Viele Menschen haben seit Jahren
einen zu hohen Blutdruck ohne es
zu wissen.
Unbehandelter Bluthochdruck führt
Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzschwäche und Nierenschäden.
Hoher Blutdruck ist sehr häufig. Jeder
5. Erwachsene über 40 Jahre hat einen zu hohen Blutdruck.
Weil ein zu hoher Blutdruck in der Regel keine Beschwerden macht,
wissen 30 % der Betroffenen nicht, dass ihr Blutdruck zu hoch ist.
Darum wird der Bluthochdruck auch oft als der " leise Killer
" bezeichnet.
Die einzige Möglichkeit, einen zu hohen Blutdruck zu erkennen,
ist ihn zu messen.
Informieren Sie sich, ob Sie gefährdet sind und wie Sie mit
einem zu hohen Blutdruck durch die Behandlung Ihres Arztes und wenigen
Änderungen Ihres Lebensstils gesund bleiben können.
Was ist Blutdruck ?
Das Herz schlägt beim
Erwachsenen normalerweise etwa 60-80 mal
in der Minute. Dabei
wird Blut unter Druck
in die Arterien (Schlagadern ) des Körpers gepumpt. Die
Arterien
verzweigen sich
in immer dünnere Äste,
die dem Blutstrom
einen
mehr oder weniger
großen Widerstand
entgegensetzen.
Der Blutdruck entsteht
durch die Arbeit des
Herzens gegen den Widerstand der Blutgefäße.
Der Blutdruck ändert sich während des Tages - abhängig
von
körperlicher Aktivität , Aufregung , Erholung und vielen
anderen
Faktoren.
Normalerweise sollte der Blutdruck beim Erwachsenen unter
140/90 mm Hg liegen.
Ein Blutdruck, der häufig über 140/90
mmHg liegt, ist zu hoch.
Der Blutdruck wird mit einer aufblasbaren Gummimanschette
gemessen,
die um den Oberarm gelegt wird. Die Gummimanschette ist mit
einem Druckmessgerät , z.B. einer Quecksilbersäule verbunden.
Darum werden die Messwerte auch in Millimeter Quecksilbersäule
(=mm Hg) angegeben.
Wird die Gummimanschette aufgeblasen, drückt sie die Oberarmmuskulatur
und schließlich auch die Schlagader am Oberarm
zusammen , bis der Blutstrom für einen Moment stoppt.
Wird dann die Luft aus der Manschette abgelassen, kann man mit
einem Hörrohr (Stethoskop) über der Armarterie in der
Ellenbeuge
einen Klopfton hören ,wenn der Blutdruck höher ist als
der Druck
in der Manschette und das Blut wieder zu strömen beginnt. Der
Klopfton bleibt so lange hörbar, bis der Blutstrom völlig
unbehindert fließen kann.
Der Druckwert bei Beginn der Klopftöne wird als systolischer
Blutdruckwert bezeichnet, bei Verschwinden der Töne wird der diastolische Wert abgelesen.
Der systolische Blutdruck entspricht dem Druck des Blutstroms ,
wenn das Herz schlägt, der diastolische Blutdruck ist der Druck
des
Blutstroms zwischen den Herzschlägen.
Bei der Blutdruckmessung werden beide Werte bestimmt und
angegeben, z.B. 120/80 mmHg. Hierbei ist der höhere Wert der
systolische, der niedrigere der diastolische.
Neuere Geräte, die auch häufig zur
Blutdruckselbstmessung Verwendung finden, verzichten auf Mikrophon
oder Stethoskop.
Hier werden die Schwingungen (Oszillationen) in der Manschette zwischen
systolischem und diastolischem Blutdruck aufgezeichnet und ausgewertet.
Habe ich einen zu hohen Blutdruck?
Ein Blutdruck unter 140/90 mmHg ist bei Erwachsenen
normal.
Blutdruckwerte von 130-139 mmHg systolisch oder 85-89 mmHg gelten
als "hochnormal" und sollten regelmäßig kontrolliert
werden.
Werte von 140/90 mmHg oder darüber sind zu hoch.
Wenn der Blutdruck in Ruhe ständig über
dem Normalwert liegt, besteht ein Bluthochdruck oder Hypertonie.
Die starken Schwankungen des Blutdrucks im Tagesververlauf machen
es manchmal schwer, den durchschnittlichen Blutdruck richtig zu
bestimmen.
Ein einmalig oder nur gelegentlich über die Grenzwerte gehender
Blutdruck muß nicht zwangsläufig bedeuten, dass eine
Bluthochdruckerkrankung vorliegt.
Um zu entscheiden, ob Ihr Blutdruck zu hoch ist,
können manchmal wiederholte Blutdruckmessungen unter verschiedenen
Bedingungen , evtl. unter Belastung notwendig sein.
In einigen Fällen wird Ihr Arzt auch eine 24-Stunden- oder
Langzeit-Blutdruckmessung durchführen.
Nur ihr Arzt kann in Grenzfällen entscheiden, ob Sie hochdruckkrank
sind oder die Schwankungen Ihres Blutdrucks noch normal sind.
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Warum ist hoher Blutdruck
so gefährlich?
Hoher Blutdruck schädigt Ihren Körper auf
verschiedene Weise. Je höher der Blutdruck, um so schwerer
für Ihr Herz, gegen den erhöhten Druck anzuarbeiten. Zunächst
kann Ihr Herz diese Mehrarbeit noch leisten. Bleibt der Bluthochdruck
aber über Jahre unbehandelt, kann das Herz ermüden, es
kommt zu Herzschwäche und in einigen Fällen zu Herzversagen.
Auch die Schlagadern (Arterien) werden durch einen erhöhten
Blutdruck stark beansprucht.
Mit zunehmendem Lebensalter werden die Arterien härter und
weniger elastisch. Dieser Prozess , den die Ärzte Arteriosklerose
nennen, betrifft jeden mehr oder minder und ist Teil des normalen
Alterungsvorganges.
Ein unkontrollierter Bluthochdruck beschleunigt diesen Prozess jedoch
erheblich. Verhärtete und verstopfte Blutgefäße
können schließlich Ihre Aufgabe - die Organe mit Sauerstoff
und Nährstoffen zu versorgen - nicht mehr erfüllen.
Menschen mit einem unbehandelten Bluthochduck bekommen (im Vergleich
zu gut behandelten )
- 3 x häufiger Erkrankungen der Herzkranzgefäße
- 6 x häufiger entwickelt sich eine Herzschwäche
- 7x häufiger kommt es zum Schlaganfall
Ein Bluthochdruck kann in der Regel gut behandelt werden- sprechen
Sie mit Ihrem Arzt!
Bluthochdruck ist in der Regel eine lebenslange Erkrankung
, die
zwar kontrolliert aber nicht geheilt werden kann.
Was man selbst gegen einen Bluthochdruck tun kann
Wenn Sie mit einem Behandlungsprogramm beginnen werden
Sie es in Zusammenarbeit mit Ihrem/r Arzt/Ärztin schaffen,
den
erhöhten Blutdruck zu kontrollieren und so Ihr Risiko für
Herzinfarkt , Schlaganfall, Herzschwäche , Nierenerkrankungen deutlich
zu verbessern.
- 1. Messen sie den Blutdruck regelmäßig.
Einen erhöhten Blutdruck kann man nicht fühlen, man kann
ihn nur messen.
- 2. Wenn sie übergewichtig sind, versuchen sie abzunehmen.
Übergewicht hat einen starken Einfluß auf den Blutdruck
und eine Gewichtsabnahme führt zu einer deutlichen Blutdrucksenkung.
Die Gewichtsabnahme bei Übergewicht ist die wichtigste Maßnahme
zur Behandlung des Bluthochdrucks.
- 3. Kochsalz kann bei einigen Menschen zur Erhöhung des Blutdrucks
beitragen. Verzichten Sie beim Kochen und Essen auf das Zusalzen
oder die Verwendung von stark kochsalzhaltigen Fertigprodukten.
Ersetzen Sie Salz durch andere Gewürze und Kräuter.
- 4. Alkohol sollte nur in Maßen genossen werden. Eine Menge
von ca. 30 g Alkohol ( ca. 1 Flasche Bier oder 0,25 l Wein) hat
in der Regel keinen Einfluß auf den Blutdruck. Regelmäßiger
Genuß größerer Mengen hat jedoch eine deutlich
blutdrucksteigernde Wirkung.
- 5. Bewegung tut gut. Sorgen Sie dafür, daß sie sich
täglich ausreichend bewegen.
- 6. Stress - versuchen Sie Stress und Spannung im Rahmen des Möglichen
abzubauen.
- 7. Nehmen Sie Ihre Medikamente regelmäßig ein und achten
Sie darauf, daß Sie sich rechtzeitig ein neues Rezept verschreiben
lassen. Vermuten Sie Nebenwirkungen eines verordneten Medikamentes,
lassen Sie es nicht einfach weg, sondern sprechen Sie darüber
mit Ihrem/r Arzt/in.
- 8. Vereinbaren Sie regelmäßige Kontrolltermine mit
Ihrem/r Arzt/in.
- 9. Eine regelmäßige Selbstmessung des Blutdrucks kann
bei der Kontrolle eines Bluthochdrucks helfen.
Mehr Informationen finden Sie auf unseren Bücherliste
und Linksliste.
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