Kardiologische Praxen in Solingen
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Doppler- und Farbduplexsonographie/Gefäßuntersuchungen mit Ultraschall

Durch eine spezielle Untersuchungstechnik, die sich den sog. "Dopplereffekt" zunutze macht, können insbesondere oberflächennahe Blutgefäße sehr genau untersucht werden. Der Arzt kann feststellen, ob der Blutfluss in den Arterien (= Schlagader, die sauerstoffreiches Blut vom Herzen weg zu den verschiedenen Organen bringt) unbehindert ist, oder ob z.B. durch Verkalkungen ein Gefäß verstopft oder eingeengt ist und dadurch Durchblutungsstörungen entstehen. Es kann auch dargestellt werden, ob die Venen (= Blutgefäße, die das "verbrauchte," mit Kohlendioxyd beladene Blut zum Herzen zurück bringen) regelrecht arbeiten. Der Arzt kann z.B. feststellen, ob eine Thrombose (Verstopfung eines Gefäßes durch ein Blutgerinnsel) vorliegt. Ebenso können Missbildungen oder Entzündungen an den Gefäßen dargestellt werden und Kontrollen nach Gefäßoperationen durchgeführt werden.
Bei der Dopplersonographie wird die Strömungsgeschwindigkeit des Blutes indirekt gemessen. Hierzu wird eine bleistiftähnliche Ultraschallsonde mit etwas Kontaktgel auf der Haut über einem Gefäß aufgesetzt. Die Sonde gibt eine Ultraschallwelle ab, die von den bewegten roten Blutkörperchen im Gefäß zurückgeworfen, in der Ultraschallsonde wieder empfangen und von einem Computer zu einem Messsignal verarbeitet wird.


Bei der Farbduplexsonographie, die mit einem etwas größerem Schallkopf durchgeführt wird, kann neben der indirekten Messung der Flussgeschwindigkeit ein Ultraschallbild des Gefäßes dargestellt werden. Der Arzt kann hierdurch neben der Flussgeschwindigkeit auch das Aussehen des Gefäßes (z.B. Kalkablagerungen, angeborene Fehlbildungen, Entzündungen) beurteilen. Mit dem Farbdopplerverfahren kann der Blutfluss im Gefäß indirekt farbig (häufig in blauen und roten Farbtönen) dargestellt werden und so eine schnelle und sehr genaue Übersicht über die Durchblutungsverhältnisse im untersuchten Gefäß gewonnen werden.
Zu den häufigsten Untersuchungen gehört die Untersuchung der Halsschlagadern, um z.B. die Ursache eines Schlaganfalles oder einer Durchblutungsstörung des Gehirns zu erkennen. Die Durchblutung der Beine sowie auch der Arme kann sehr gut durch Ultraschalluntersuchungen durchgeführt werden. Es kann erkannt werden, ob eine sog. "Schaufensterkrankheit" bzw. eine arterielle Durchblutungsstörung der Beine vorliegt und meist auch durch Ultraschall schon entschieden werden, welche Behandlung sinnvoll ist. Auch die Untersuchung der Bauchschlagader ist in der Regel schnell und problemlos möglich. Hier können Aussackungen ("Aneurysma") des Gefäßes rasch erkannt werden und häufig auch durch die Ultraschalluntersuchung schon entschieden werden, ob eine Operation notwendig ist. Auch eine Thrombose der Beinvenen kann durch eine Ultraschalluntersuchung in der Regel rasch erkannt werden.
Abhängig vom untersuchten Gefäßgebiet kann die Untersuchung zwischen 15 und 45 Minuten dauern, sie ist schmerzlos und für den Patienten vollkommen unschädlich.