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Eine Herzattacke wird durch eine Durchblutungsstörung
des Herzmuskels hervorgerufen. Ursache ist in der Regel eine koronare
Herzerkrankung (KHK). Hierunter verstehen Ärzte eine Arteriosklerose
der Adern, die das Herz mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen
(Herzkranzgefäße oder Koronargefäße). Dies
ist eine allmählich fortschreitende Veränderung, die jahrelang
und auch jahrzehntelang keinerlei Beschwerden macht. Fett- und Kalkablagerungen
bilden sich an der Innenwand der Schlagadern und führen nach
und nach zu einer Einengung des Gefäßquerschnittes. Bei
Verstopfung des verengten Querschnittes durch ein kleines Blutgerinnsel
kommt es zur Herzattacke/Herzinfarkt.
In seltenen Fällen wird eine Herzattacke auch
durch eine Verkrampfung eines gesunden Herzkranzgefäßes
hervorgerufen.
Die Arteriosklerose ist eine Zivilisationskrankheit
für deren Auftreten neben zunehmendes Lebensalter und ungünstigen
Erbanlagen auch sogenannte " Risikofaktoren" eine große
Rolle spielen.
Woran erkennt man eine Herzattacke?
-Engegefühl, Brennen oder starke Schmerzen im
Brustkorb. Diese Schmerzen können in beide Arme, den Oberbauch,
den Unterkiefer, den Hals und auch zwischen die Schulterblätter
ausstrahlen.
Verbunden mit diesen Beschwerden kann Übelkeit,
Schwitzen, Kurzatmigkeit auftreten.
- Plötzlicher Kreislaufzusammenbruch mit oder
ohne Bewusstlosigkeit.
- Blasse, fahle Gesichtfarbe, kalter Schweiß.
Nicht bei jeder Herzattacke müssen alle
solche Anzeichen auftreten, insbesondere bei Frauen und bei zuckerkranken
Patienten verlaufen Herzattacken nicht selten untypisch, machen
sich nur durch Übelkeit, Erbrechen mit Oberbauchschmerzen bemerkbar
oder durch Atemnot und Erschöpfung.
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Bei Verdacht auf eine Herzattacke
oder einen Herzinfarkt sofort die 112 oder den örtlichen Notruf
anrufen.
Es zählt jede Minute!
Noch nie waren die Chancen einen schweren, bleibenden
Gesundheitsschaden bei einer Herzattacke oder einem Herzinfarkt
abzuwenden oder zu begrenzen so gut wie heute. Gelingt es, das Blutgerinnsel,
das ein Herzkranzgefäß verstopft, innerhalb der ersten
3-4 Stunden in einem Krankenhaus durch Medikamente oder einen Eingriff
aufzulösen, wird häufig kein oder nur ein geringer Schaden
am Herzen bleiben.
Fast die Hälfte aller Herzinfarktpatienten
versterben vor Erreichen des Krankenhauses. Daher ist ein unverzüglicher
Transport in ein Krankenhaus durch den Notarzt oder den örtlichen
Rettungsdienst überlebenswichtig. Je früher ein Krankenhaus
erreicht werden kann, umso besser ist die Chance lebensbedrohliche
Komplikationen der Herzattacke wie tödliche Herzrhythmusstörungen
zu beherrschen.
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