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Der Rechtsherzkatheter wird auch als "kleiner
Herzkatheter" oder "Einschwemmkatheter" bezeichnet.
Der Eingriff wird in der Regel ambulant durchgeführt und kann
in spezialisierten Kliniken oder in der Praxis des Kardiologen durchgeführt
werden.
Nach örtlicher Betäubung der Haut wird über eine
gut sichtbare Vene am Arm durch eine spezielle Nadel ein dünner
Plastikschlauch (sog. Katheter) eingeführt, der mit dem Blutstrom
zum Herzen schwimmt. Wenn der Katheter in einer großen Körpervene
liegt wird dann ein kleiner Ballon an der Katheterspitze von außen
mit etwa 1 ml Luft gefüllt, der den Katheter mit dem Blutstrom
in das rechte Herz und schließlich die Lungenschlagader einschwemmt.
Zusätzlich zur Aufzeichnung der Druckwerte im rechten Herzen
und im Lungenkreislauf in Ruhe sowie der Bestimmung des Blutvolumens,
das vom Herzen pro Minute gepumpt wird, kann die Untersuchung unter
Belastung fortgeführt werden. Hierzu wird in der Regel ein
Fahrradergometer benutzt, wie dies auch beim Belastungs-EKG Verwendung
findet. Die Sauerstoffsättigung des Blutes kann durch Entnahme
einer kleinen Blutprobe über den Katheter gemessen werden.
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Insbesondere der Schweregrad einer Herzschwäche,
Erkrankungen der Lungenstrombahn und auch angeborene Herzfehler
mit Kurzschlussverbindungen zwischen rechter und linker Herzhälfte
können so sehr genau untersucht werden und wesentliche Informationen
zur notwendigen Behandlung gewonnen werden.
Das Untersuchungsrisiko ist sehr gering. In seltenen Fällen
kann durch Kontakt des Katheters mit der Herzwand eine behandlungsbedürftige
Rhythmusstörung ausgelöst werden, selten kommt es zu Entzündungen
der Einstichstelle.
Eine Untersuchung mit Belastung dauert etwa 45 Minuten. Anschließend
wird die Einstichstelle mit einem kleinen Druckverband versorgt.
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