Kardiologische Praxen in Solingen
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Dr. med. Ingrid Mitfessel
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Rechtsherzkatheter

Der Rechtsherzkatheter wird auch als "kleiner Herzkatheter" oder "Einschwemmkatheter" bezeichnet. Der Eingriff wird in der Regel ambulant durchgeführt und kann in spezialisierten Kliniken oder in der Praxis des Kardiologen durchgeführt werden.

Nach örtlicher Betäubung der Haut wird über eine gut sichtbare Vene am Arm durch eine spezielle Nadel ein dünner Plastikschlauch (sog. Katheter) eingeführt, der mit dem Blutstrom zum Herzen schwimmt. Wenn der Katheter in einer großen Körpervene liegt wird dann ein kleiner Ballon an der Katheterspitze von außen mit etwa 1 ml Luft gefüllt, der den Katheter mit dem Blutstrom in das rechte Herz und schließlich die Lungenschlagader einschwemmt. Zusätzlich zur Aufzeichnung der Druckwerte im rechten Herzen und im Lungenkreislauf in Ruhe sowie der Bestimmung des Blutvolumens, das vom Herzen pro Minute gepumpt wird, kann die Untersuchung unter Belastung fortgeführt werden. Hierzu wird in der Regel ein Fahrradergometer benutzt, wie dies auch beim Belastungs-EKG Verwendung findet. Die Sauerstoffsättigung des Blutes kann durch Entnahme einer kleinen Blutprobe über den Katheter gemessen werden.







Insbesondere der Schweregrad einer Herzschwäche, Erkrankungen der Lungenstrombahn und auch angeborene Herzfehler mit Kurzschlussverbindungen zwischen rechter und linker Herzhälfte können so sehr genau untersucht werden und wesentliche Informationen zur notwendigen Behandlung gewonnen werden.

Das Untersuchungsrisiko ist sehr gering. In seltenen Fällen kann durch Kontakt des Katheters mit der Herzwand eine behandlungsbedürftige Rhythmusstörung ausgelöst werden, selten kommt es zu Entzündungen der Einstichstelle.
Eine Untersuchung mit Belastung dauert etwa 45 Minuten. Anschließend wird die Einstichstelle mit einem kleinen Druckverband versorgt.